Die Konservierung und Restaurierung der
Ausstattung der ehemaligen Jesuitenkirche
in Landsberg am Lech

Die ehem. Jesuitenkirche Hl. Kreuz in Landsberg am Lech, ca. 40 km westlich von München, wurde zwischen 1752 und 1756 erbaut und aus-gestattet. Sie besitzt insgesamt sieben Retabel und eine Kanzel der Kistlerwerkstatt von Dominikus Bergmüller aus Türkheim.
Die Restaurierung umfasste die gesamte Ausstattung mit Skulpturen.

Der gemalte Marmor trägt noch seinen originalen Lacküberzug auf der Basis von Sandarakharz und blieb über 230 Jahre unberührt - ein in Bayern äußerst seltener Befund. Bei einer Bearbeitung in den 1980er Jahren wurde jedoch der originale Lacküberzug ohne ausreichende Festigung mit neuem Schellack überstrichen, wodurch eine erhebliche Oberflächenspannung

entstand und ein Totalverlust der originalen Fassungen drohte. Zwischen 1990 und 1999 konnte die Restauratorengemeinschaft gemeinsam mit dem Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege eine geeignete Konservierungs- und Restaurierungsmethode entwickeln und umsetzen und den ursprünglichen Oberflächen-eindruck einer glänzenden Steinoberfläche wieder herstellen.

Eine weitere Seltenheit stellen die 4 kleinen Figuren eines Seitenaltares mit ihren außerordentlich qualitätvollen, originalen Fassungen dar: rote Lüster, Smalte-Fassungen auf Silber mit gegilbtem Überzug sowie schwarze Lacke.

2006 folgte die Konservierung und Restaurierung der Kanzel.


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